A A A

die Gründung des Schützenverein Burgstädt

wappen svbIm späten Frühjahr 1990 trafen sich die Herren Erhardt Schroth und Joachim Opitz zu einem "normalen" Gespräch bei einem Bierchen, um über dies und das zu reden.

Man stellte fest, daß mit der Wende in Deutschland viele Gemeinschaften, in welcher Form auch immer, zerbrachen. Die Vereinsgründung im neuen Ostdeutschland befand sich noch in den Kinderschuhen. Im Fortgang des genannten Gespräches schlug Joachim Opitz vor, gründen wir doch einen Schützenverein und vereinen die Pflege von alter Tradition mit sportlicher Betätigung in Form von Schießsport. Die Schützenvereine in Burgstädt sind die ältesten Vereine in Burgstädt.

Herr Schroth und Herr Opitz waren sich schnell einig, wir gründen einen Schützenverein. Schon am nächsten Tag wurden die Formalitäten in Angriff genommen. Beim Vereinsregisteramt besorgte man sich Unterlagen und informierte sich über die notwendigen Voraussetzungen für eine Vereinsgründung.

Schnell war klar:

  • wir benötigen mindestens 7 Gründungsmitglieder
  • eine Satzung muß geschrieben werden und
  • ein Sitz des Vereins muß definiert werden.

neugruendung 1990Herr Schroth hatte in der Zwischenzeit Kontakt mit Herrn Gerhard Kaubisch. Dieser war verantwortlich für die ehemalige GST-Ausbildung im VEB Feinspinnerei Burgstädt. Er wußte zu berichten, daß sämtliche Luftgewehre und Munition verschrottet werden sollten und war von der Idee der Vereinsgründung Feuer und Flamme.
Es wurde sich eine Vereinssatzung des Schützenvereins der Partnergemeinde Ahnatal versorgt und auf dieser Basis eine eigene Satzung erarbeitet.
Der Sitz des Vereins war Burgstädt Brühl 3.

In wenigen Tagen waren alle Voraussetzungen zur Vereinsgründung geschaffen, da es auch weitere Interessenten für den Verein gab.

So kam es am 19.06.1990 durch 15 anwesende Schützen zur Neugründung des "Schützenvereins Burgstädt e.V.". Die Gründungsveranstaltung fand in der Gaststätte "zum Frongut" statt, welche als Vereinsgaststätte ausgewählt wurde.

TaurasteinturmAls erste Gründungsmitglieder können

  • Erhardt Schroth
  • Joachim Opitz
  • Andreas Römpler
  • Gerhard Kaubisch
  • Gerald Pester
  • Lothar Raschke
  • Eberhardt Patitz

benannt werden.

salutschiessen 2001Da das 1. Schützenfest auch gleichzeitig der 1. Höhepunkt im Vereinsleben war, wurden besonders viele Vorbereitungen getroffen. Es mußte ein Veranstaltungsplan aufgestellt werden, und Musik beschafft werden. Die Öffentlichkeitsarbeit hatte einen besonderen Stellenwert (Werbung). Auch viele kleine organisatorische Arbeiten mußten erledigt werden (z.B. das Beschaffen der Schießbudenausrüstung) und das leibliche Wohl durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen.

Die Burgstädter Reithalle diente dem Schützenverein bis ins Jahr 2000 als Schießstätte. Mit dem Um-, Aus- und Neubau des Schützenhauses am Taurastein kehrte der Verein an seine alte Wirkungsstätte am Wettinhain zurück und schuf sich seine eigene Heimstätte.

geschrieben von Joachim Opitz